Nachhaltigkeit in der Malzproduktion

Malzherstellung braucht Wärme, Kälte, Luft, Wasser und eine präzise Steuerung. Deshalb betrachtet FäserMalz die Energieversorgung am Standort Giengen als zusammenhängendes System. Energieflüsse werden erfasst, Anlagen aufeinander abgestimmt und vorhandene Energiepotenziale gezielt genutzt. Im Mittelpunkt stehen dabei Wärmerückgewinnung, Biomasse, Blockheizkraftwerke, Kälteerzeugung und Speichertechnik. Ihr Zusammenspiel trägt dazu bei, vorhandene Energie besser zu nutzen und den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren.

Biomasse und Wärme­rück­gewinnung als zentrale Bausteine

FäserMalz setzt einen Hackschnitzelofen ein, der einen Teil der für die Malzproduktion benötigten Wärme bereitstellt. Als Brennstoff kommen regionale Hackschnitzel zum Einsatz. Dadurch kann der Einsatz von fossilem Erdgas gegenüber einer ausschließlichen Gasversorgung reduziert werden.

Ein weiteres Potenzial liegt in der warmen, feuchten Abluft des Darrprozesses. Die darin enthaltene Wärme kann über Wärmerückgewinnung und Wärmepumpentechnik erneut für betriebliche Prozesse nutzbar gemacht werden. Auf diese Weise wird bereits vorhandene Energie weiter genutzt und der zusätzliche Wärmebedarf verringert.

Wärmepumpen- und Kälteanlage in der Malzfabrik FäserMalz

Moderne Technik
für stabile Prozesse

Eine zuverlässige Energieversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für gleichbleibende Qualität in der Malzherstellung. Deshalb stehen bei FäserMalz eine bedarfsgerechte Auslegung der Anlagen und eine stabile Prozessführung im Mittelpunkt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kälteversorgung, insbesondere während der Keimphase. Durch die technische Abstimmung der Anlagen können Energiebedarf und Prozessanforderungen gezielt aufeinander abgestimmt werden.

Auch Lufttechnik, Hydraulik und die Steuerung der Anlagen werden in die Betrachtung einbezogen. Optimierte Luftführung, gereinigte Register und frequenzgeregelte Pumpen tragen dazu bei, Energie bedarfsgerecht einzusetzen und einen zuverlässigen Produktionsablauf sicherzustellen.

Energie im
Gesamtsystem betrachten

In einer Mälzerei entstehen Energiebedarf und nutzbare Energie an vielen Stellen gleichzeitig: Wärme wird für den Darrprozess benötigt, Kälte für die Keimphase und bei verschiedenen Prozessen entsteht Abwärme.

Deshalb betrachtet FäserMalz die Energieversorgung nicht anhand einzelner Anlagen, sondern als Gesamtsystem. Biomasse, Wärmerückgewinnung, Blockheizkraftwerke, Kälteanlage und weitere technische Komponenten werden aufeinander abgestimmt.

So kann vorhandene Energie innerhalb des Systems weiter genutzt und der zusätzliche Energiebedarf dort reduziert werden, wo es technisch möglich ist.

Photovoltaikanlage auf dem Dach der Malzfabrik FäserMalz

Unser Energiemanagementsystem ist nach ISO 50001 zertifiziert. Energieverbräuche und Energieflüsse werden systematisch erfasst und bewertet. Auf dieser Grundlage können Potenziale identifiziert und Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung des Energieeinsatzes abgeleitet werden.

Luftaufnahme der Malzfabrik FäserMalz in Giengen an der Brenz

Verantwortung für
Standort und Zukunft

FäserMalz verbindet traditionelle Malzherstellung mit moderner Energie- und Prozesstechnik. Biomasse, Wärmerückgewinnung, Blockheizkraftwerke und eine bedarfsgerechte Kälteversorgung sind wichtige Bestandteile des Energiekonzepts am Standort Giengen.

Ziel ist es, vorhandene Energiepotenziale möglichst sinnvoll zu nutzen, Energieflüsse gezielt aufeinander abzustimmen und den Einsatz fossiler Energieträger dort zu reduzieren, wo dies technisch möglich ist.

So verbindet FäserMalz die Anforderungen an Qualität und Versorgungssicherheit mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Energieversorgung am Standort Giengen.

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